Cheerleading in der Corona Zeit

Als ein Teamsport, welcher Vertrauen und Zusammenhalt beinhaltet, sind wir als Cheerleader immer füreinander da. Doch auch die Coronazeit hat uns auf eine harte Probe gestellt. 2-3x die Woche trainieren wir üblicherweise miteinander und haben uns Mitte März gerade auf die Meisterschaft Serie vorbereitet. Die Generalrobe stand an und eine Woche nach dem Lockdown wäre die LM gewesen. Drei Monate ohne uns durch die Luft fliegen zu lassen und uns gegenseitig zu motivieren, zu sehen und an den Programmen zu arbeiten war für uns unvorstellbar und schmerzte. Und trotzdem haben wir es geschafft.

Mitte Juni hatten unsere Red Pepper (Seniors) das erste Mal wieder Training in der Turnhalle Bunsenstraße und auch die Mini Pepper (Peewees) und Red Stars (Juniors) starteten 2 Wochen später wieder mit dem Training hinter dem TKH auf der Wiese. Die ersten Trainings waren, wie bei den meisten Sportarten, nicht so wie sonst. Jeder brachte seine eigene Yogamatte mit, breitete sie mit einem zwei Meter Abstand aus und jeder trainierte und machte seine Übungen mit dem Ziel Kraft und -Ausdauer wieder zu steigern. Das Schöne daran war aber alle wiederzusehen. Gemeinsam sich sportlich zu betätigen, zu lachen und zu erzählen. Beim Training konnte man ein wenig „Normalität“ spüren.

Aber das richtige Cheerleading ging erst wieder Ende Juni los. Wir durften wieder stunten und Pyramiden bauen. Uns Cheerleadern fiel es allerdings schwer uns beim Stunten wieder zu berühren und Kontakt zu einander zu haben, nachdem wir auf längere Zeit Abstand voneinander halten mussten. Das war ein komisches Gefühl, das dies jetzt wieder erlaubt war, wo man Monate eigentlich außer Eltern und Geschwister niemand sich ohne Maske und Körperkontakt auf 1,50 Meter nähern durfte. Unsere Mini Pepper haben eine Stunde gebraucht bis sie sich auf das „normale“ Cheerleading wieder einlassen konnten und sie ihrem Hobby wieder unbefangen nachgehen konnten.

Seit August 2019 saßen die einzelnen Teams an ihren Programmen und arbeiteten daran, sie wettkampftauglich zu machen. Jedoch waren alle Mühen fast umsonst, denn während die Red Pepper zwei Meisterschaften besuchten und gute Platzierungen mit nach Hause brachten, hat das Programm der Mini Pepper niemand zu Gesicht bekommen. Die Red Stars durften ihr Programm auf den „GermanCheerMasters“ und in einer Halbzeitpause bei den Basketballdamen des TKH zeigen. Auch wenn die Trauer groß war, dass alles ausgefallen ist und wir uns so lange nicht präsentieren könnten, sind wir sehr motiviert für die neue Saison und bereit richtig durchzustarten. Die Vorbereitung können nach den Ferien starten!

– Aneska Weinert (15) Cheerleader