Geschichte

Die Geschichte unserer Fechtabteilung

Der Turnlehrer Otto Bethmann führte das Fechten im TKH ein und gründete am 15. Oktober 1908 die Fechtabteilung. Bereits 1911 wurde das Frauenfechten im TKH aufgenommen. Dann unterbrach der 1. Weltkrieg die Aufbauarbeiten der Abteilung. Nach dem Krieg wuchs eine neue Fechtgeneration im TKH heran, bis der 2. Weltkrieg die Arbeit vieler Jahre des Aufbaus zerstörte. Am 25. Oktober 1949 fanden sich 20 Fechter im TKH ein und beschlossen, die Fechtabteilung neu aufleben zu lassen.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Fechtsports wurde 1958 mit dem TKH ein Verein aus Norddeutschland Deutscher Meister im Damenflorett; die Säbelmannschaft des TKH war es fünfmal hintereinander. Auch im "Einzel" hat der Klubb zahlreiche Titel erworben. Dazu kommen viele Dutzende von Landesmeisterschaften, Siege auf zahlreichen nationalen und internationalen Turnieren; die Teilnahme einer ganzen Mannschaft an der Olympiade 1952 in Helsinki, an Weltmeisterschaften, u. a. in Rom, Brüssel, Luxemburg und Warschau. Die Fechtabteilung des TKH hat die höchste Auszeichnung des deutschen Sports, das vom Bundespräsidenten im Jahre 1955 verliehene "Silberne Lorbeerblatt", erhalten.

Die Bemühungen um eine ausgeglichene Breitenarbeit einerseits, um Spitzenförderung und sportliche Höchstleistung andererseits, wird Tag um Tag neu begonnen. Dazu stehen ein Fechtmeister und erfahrene Fechtrainer und Übungsleiter zur Verfügung. Unser jüngstes aktives Mitglied ist 6 Jahre, das älteste über 70 Jahre alt.


Faszination Fechten
Vom Kriegshandwerk zur modernen Trendsportart

Seit es Spieße, Säbel, Degen und Dolche gibt, gehört das Fechten zum Kriegshandwerk. Um im Ernstfall erfolgreich mit der Hieb- und Stichwaffe umgehen zu können, bedurfte es großer Übung. Aus diesem Training entwickelte sich das sportliche Fechten. In Ostasien und China gab es schon vor 2000 Jahren Sportgefechte mit scharfen Waffen. Stockfechten ist aus Japan bekannt. Unter Roms erstem Kaiser Augustus gab es am Beginn unserer Zeitrechnung schon Fechtschulen und Berufsfechter (Gladiatoren). Vom 15. Jahrhundert an entstanden Reglements für das sportliche Fechten.
Als Sportwaffen setzten sich zuerst der Degen, dann das in Italien erfundene Florett durch. Der Kampfsport blieb lange Zeit Privileg für adlige Stände, Offiziere und Studenten. Als Sportart für jedermann findet es erst in jüngster Zeit auch in Deutschland ungeteilte Anerkennung.


Modernes Sportfechten

Fechten ist ein attraktiver, moderner Sport für jung und alt geworden, der durch seine Vielseitigkeit fasziniert. Konzentration und Reaktion, Schnelligkeit, Körperbeherrschung, Disziplin, Sportlichkeit, Eleganz … das alles macht sie aus – die Faszination des Fechtens. Neben der körperlichen Herausforderung, spielt die taktische Komponente beim Fechten eine entscheidende Rolle. Deswegen wird das Fechten auch oft als "Schach auf der Planche" bezeichnet. Jeder Zug muss gut vorbereitet und blitzschnell ausgeführt werden. Das regelmäßige Training der Konzentrationsfähigkeit macht sich auch im Alltag bezahlt, und die körperliche Bewegung hält einen fit bis ins hohe Alter. Durch diese komplexen Anforderungen lernt der Fechter mit der Zeit immer mehr, seinen Körper zu beherrschen und zu koordinieren. So ist Fechten für junge Leute, die einen vielseitigen Sport betreiben wollen oder auch für die, die einen attraktiven Leistungssport suchen ebenso für den Junggebliebenen, der noch etwas lernen möchte, eine überlegenswerte Alternative.