27.04.2013

5. Turnier in Kiel

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Eine Absage aus beruflichen Gründen und eine krankheitsbedingte führten zu Lücken auf zwei Frontpositionen. Hier war mehr als nur Kreativität gefragt. Dank Nessa ist es gelungen, mit Julian einen ehemaligen Formationstänzer zu reaktivieren, um eben diese Lücke zu füllen. In sage und schreibe anderthalb Wochen lernte er die Choreographie und füllte seine Position gut aus. Und auch Yana musste ihre Flexibilität ein zweites Mal unter Beweis stellen. So konnten wir in voller Mannschaftsstärke und mit neuen Trainingsanzügen - danke Lotto! - in Richtung Kiel aufbrechen. Nachdem wir in Walsrode unsere letzten noch fehlenden Tänzer eingesammelt haben, sichteten wir mit großer Begeisterung "vor allem bei den jüngeren Teammitgliedern" auf einer Raststätte Semino Rossi. Zumindest zwei unserer mitreisenden Fans hätten gerne ein Autogramm gehabt.

In Kiel angekommen wurden wir zunächst durch das Hallenlabyrinth zu unserer Kabine gebracht. Nun hieß es schnell umziehen, warm machen und rauf auf die Fläche. Die Stellprobe verlief bis auf einen kleinen Zwischenfall erstmal zufriedenstellend. Hannes verletzte sich am Knöchel und wurde anschließend in der Kabine mit Icespray behandelt.

Die Auslosung ergab für uns den ersten Startplatz. Katharina erkundigte sich nach dem genauen Beginn und ob es noch einen Showact geben würde."Den gäbe es nicht" war die Auskunft und so machten wir uns vor dem Durchmarsch der Mannschaften warm und stellten uns direkt in den Eingang zur Halle. Wir warteten,warteten und warteten. Doch schon wenige Minuten danach gesellte sich auch Göttingen -die zweite Mannschaft- dazu und so warteten wir gemeinsam. Es gab nämlich doch einen Showact und zwar einen ziemlich langen. Trotz der berechtigten Empörung versuchten wir warm zu bleiben und die Konzentration zu halten. Leider tanzten wir dann nur einen mäßigen ersten Durchgang.

Das konnten wir besser! Mit diesem Gedanken im Kopf tanzten wir einen guten Finaldurchgang und überzeugten so nicht nur das Publikum sondern auch die Wertungsrichter. Mit einigen Ausnahmen wie sich bei der offenen Wertung herausstellen sollte:

2-3-4-3-5

Wir erreichten also den dritten Platz, schossen wie üblich ein paar Bilder, nahmen wie üblich den Sekt mit unter die Dusche und freuten uns auf eine lustige Rückfahrt.

Am Sonntag brunchten wir zusammen und ließen am Abend beim Poetry Slam in der Oper lachend das Formationswochenende ausklingen.