Faustball: Und wieder grüßt das Murmeltier

Neuer Versuch, neuer Gegner – doch am Ende erneut keine Punkte. So kurz lässt sich der letzte Spieltag zusammenfassen. Gegen den TSV Hagen 1860 gab es in eigener Halle eine 3:5 Niederlage.
 
Die Hannoveraner hatten sich nach dem letzten Punktspieltag eine deutliche Verbesserung vorgenommen. Sie traten am vierten Spieltag gegen den verletzungsgeplagten Gast aus NRW an. Der Anfang lief nach Maß. Mit einem Ass eröffneten die Hausherren die Partie und schnell spielten sie sich in einen Rausch. Ein zwischenzeitlicher Stand von 6:0 war die Konsequenz – ein deutlicher Satzgewinn folgte. Nach dem Seitenwechsel wurde es enger -dieses Mal mit dem besseren Ende für die Gäste. Im dritten Abschnitt konnte sich der TKH abermals absetzten und nutze nahezu jedes gute Zuspiel zum Punktgewinn. Mit einer 2:1-Satzführung ging es in die Pause.
 
Leider konnte dieses Level nicht aufrechterhalten werden und das ewige Problem der leichten und vermeidbaren Fehler schlich sich auch dieses Mal wieder ein. Symptomatisch ist der 6. Satz, in dem eine 7:2- Führung herausgespielt wurde, aber der Satz letztendlich doch noch verloren ging. „In den entscheidenden Situationen geraten wir immer wieder ins Hintertreffen“, resümiert Abwehrspieler Merlin Sommer nach dem Spiel. „Wir waren heute das bessere Team, aber es gelingt uns einfach nicht, die Sätze konsequent zu Ende zu spielen.“ Nach einem kurzweiligen Aufbäumen und dem „Anschlusstreffer“ zum 3:4 aus Hannoveraner Sicht, wurde der Rückstand der Klubberer auch im letzten Satz immer größer. Der Trainer Ole Hermanns setzte in der Mitte des Satzes alles auf eine Karte, wechselte den leicht angeschlagenen Christos Michalakis aus und der Chilene Alvaro Mödinger übernahm den Hauptschlag. Da Hagen jedoch entscheidend punkten konnte, war in diesem Satz nichts mehr zu holen und die Hannoveraner verließen mit enttäuschten Gesichtern das Spielfeld.
 
„Wir steigern uns in dieser Saison von Spiel zu Spiel“, so Kapitän Aaron Dumke. „Aber wir schaffen es immer wieder nicht und es fehlt noch an Kleinigkeiten. Die Zuschauer haben uns tatkräftig unterstützt, dafür möchten wir uns sehr bedanken“. In den kommenden Tagen heißt es nun, den Kopf frei zu bekommen und zu alter mentaler Stärke zurückzufinden. Bereits am kommenden Wochenende gibt es dazu die Gelegenheit. Am Sonntag ist der SV Armstorf zu Gast in der Landeshauptstadt.