Deutschen Seniorenmeisterschaften in Bad Dürkheim

Karin Jansen und Rainer Rauch Deutsche Meister bei den Senioren

Am 6. und 7. April 2018 fanden in Bad Dürkheim die Deutschen Seniorenmeisterschaften statt.

Karin Jansen (AK 60) trat am Freitag mit dem Säbel und dem Florett auf die Planche.

Im Säbel brachten ihr nach gemischter Setzrunde zusammen mit der AK 70, in der Karin bereits alle Gefechte für sich entscheiden konnte im K.O. zwei souveräne 10:3-Siege über Margit Budde (ETV Hamburg) und Petra Both (ebenfalls ETV Hamburg) den ersten Deutschen Meistertitel ein.

Im direkt anschließenden Florettwettbewerb wurde erneut zunächst eine gemischte Setzrunde mit der AK 70 gefochten – auch hier setzte sich Karin gegen alle Kontrahentinnen durch. An Rang 1 gesetzt machte sie nach Freilos im 16er Tableau mit Gabriele Förster (TG Dörnigheim) nicht viel federlesen (10:1) und setzte sich auch gegen Christa Szymanski (TG Dörnigheim) deutlich mit 10:6 durch. Im Finale stoppte dann Ute Wessel (OFC Bonn) mit 10:9 knapp ihren Durchmarsch und verwies Karin auf den Platz des Vizemeisters.

Auch unsere Mitstreiter vom FK Hannover schlugen sich gut. Katharina Kroggel erreichte mit dem Florett in der AK 40 den 8. Platz. Berthold Schaum (AK 60) musste sich im Florett nur dem späteren Deutschen Meister Heinrich Böhmer (TV Jahn Wolfsburg) im Halbfinale geschlagen geben und freute sich über eine Bronzemedaille. x

Am Sonntag standen die Degenwettbewerbe auf dem Plan. Frank Gerber (AK 60) startete hier zunächst etwas verhalten mit drei Siegen und drei Niederlagen in der Vorrunde in das Turnier. Nach Freilos im 32er Tableau stand ihm unter den letzten 16 einmal mehr Henryk Zylka (TG Landshut) gegenüber, gegen den Frank zuletzt bei den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften in Hannover im Stichkampf um Platz 1 verloren hatte. Diesmal hatte Frank aber einen guten taktischen Plan, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte das Gefecht mit 10:4 routiniert für sich zum Ende. Auch gegen Gabor Török (Wiesbadener FC), der zuvor Werner Hensel (MTV Braunschweig) ausgeschaltet hatte, ging er sehr konsequent und konzentriert zu Werke und gab sich mit einem klaren 10:3 keine Blöße. Erst der Mannschafts-Weltmeister von 1985 – Achim Bellmann (TSV Bayer Leverkusen) – war dann im Halbfinale dieses Mal für Frank zu stark. Bellmann unterlag danach in einem von Taktik und Spannung geprägten Gefecht, dass sich nach doppelter Passivität auf die „Sudden-Death“-Minute konzentrierte dem alten und neuen Deutschen Meister Volker Fischer (FC Tauberbischofsheim).

Rainer Rauch ging in der AK 40 an den Start. Nach 4 Siegen und einer Niederlage in der Vorrunde an Platz 5 gesetzt gab es nach einem Freilos im 32er Tableau zunächst ein klares 10:4 im Gefecht gegen Markus Vogel (Bad Kreuznach) um den Einzug unter die letzten 8. Dort stand er dann im Viertelfinale einmal mehr Niklas Schlüter vom MTV Braunschweig gegenüber – mal wieder ein „Niedersachsenduell“ vom Feinsten – neu war allerdings die „Distanz“ bisher waren sich die beiden nur bei den Aktiven begegnet – also immer auf 5 oder auf 15 Treffer. Nun galt es, als erster 10 Treffer für sich zu verbuchen. Niklas führte zunächst immer wieder mit einem Treffer, ehe es Rainer nach der Pause gelang, das Gefecht zu „drehen“ und mit 10:8 für sich zu entscheiden. Im Halbfinale gelang dann ein klarer 10:5 Erfolg gegen Hannes Rumetsch (Eintracht Frankfurt). Im Finale schien das Gefecht schon fast gelaufen, da Lokalmatador Jens Stephan (Heidelberger FC), der seit kurzem in Bad Dürkheim trainiert, schon mit 5:1 in Führung gegangen war. Kurz vor Zeitablauf zur Pause gelang aber noch der 2:5 Anschlusstreffer und nach der Pause gelang es Rainer mit neuer Taktik und vielleicht etwas mehr Kraft in der Endphase das Gefecht auf ein 10:9 zu drehen und so den Meistertitel nach Hannover zu holen.

Auch Karin Jansen trat am Sonntag nochmal mit dem Degen an. Sie gewann in der Vorrunde drei von vier Gefechten und legte nach Freilos im 16er Tableau eine tadellose Siegesserie hin: 10:4 gegen Heidrun Claußen (TV Hoffnungsthal), 10:5 gegen Viola Richter (KTF Luitpold München) und 10:5 gegen Dagmar Heinzelmann (Heidelberger FC) – keiner konnte ihr die zweite Goldmedaille ernsthaft streitig machen.

Rainer Rauch 

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