Fit und gesund im TKH – eine familiäre Gemeinschaft die motiviert!

Der Turn-Klubb zu Hannover (TKH) ist mit über 6.500 aktiven Mitgliedern Hannovers aktivster Sportverein. Egal ob Wettkampfsport, das passende Fitnessangebot oder Kindersport: Im TKH ist in einer großen Gemeinschaft fast alles möglich. Pro Woche sind mehr als 1.000 Stunden Sport und Bewegung im Angebot. Dabei ist für jede Altersklasse etwas im Programm. Wir haben mit den TKH Trainerinnen und Sportwissenschaftlerinnen Svenja Schneider und Annika Kathmann gesprochen.

Hallo Svenja, hallo Annika, wir treffen Sie heute in der historischen Turnhalle des TKH in der Sie Beide normalerweise viele Menschen bewegen …?

Svenja Schneider (Lacht): Genau, noch vor einer Stunde haben hier über 30 Senioren trainiert und wir hatten viel Freude beim Rückenfit. Ich bin seit November 2021 als Sportlehrkraft im Verein. Das Sportangebot, welches ich abdecke, ist sehr vielfältig und reicht vom Kinderturnen über Fitness bis zur Rückengymnastik. Ich selbst bin ein „Turnkind“ und habe aufgrund meiner Begeisterung für Bewegung ein Studium in Sportwissenschaften und zur Prävention im Gesundheitswesen absolviert.

Annika Kathmann: Ich bin seit Dezember 2021 beim TKH und somit auch noch sehr neu. Meine Kurse sind auch sehr vielseitig, wobei das Hautaugenmerk auf Rehasport und Funktionstraining liegt. Mein Studium war zunächst ein Zwei-Fächer-Bachelor in Sportwissenschaften und Psychologie und im Anschluss ein Master in Sportwissenschaften.

Was macht die Arbeit mit Menschen in der Turnhalle so spannend?

Svenja Schneider: Mir gefällt besonders das unmittelbare Feedback der Teilnehmer*innen. So sehe ich direkt das Ergebnis des Sporttreibens. Dieses Ergebnis ist dann auch meistens durchweg positiv. Dadurch habe ich dann auch das Gefühl, etwas Sinnvollem nachzugehen.

Annika Kathmann: Mich begeistert zudem besonders, dass ich mein Hobby zum Beruf machen kann. Da ich selbst Sportlerin bin, kann ich mich, aber auch andere, sehr gut für Bewegung begeistern.

In welchen Sportangeboten können wir Sie aktuell treffen?

Annika Kathmann: Besonders viel mache ich im Gesundheits- und Rehasport. In diesen Kursen geht es um ein Ganzkörpertraining. Die Angebote richten sich besonders an Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Ob diese Beeinträchtigungen im Bereich der Kraft, Ausdauer oder Koordination liegen, ist grundsätzlich erstmal egal. Ziel ist es, diese Bewegungseinschränkungen zu lösen. Ich leite aber auch HIIT- und Core-Workouts an.

Für welche Zielgruppe ist der Rehasport interessant und wie läuft das im TKH ab?

Annika Kathmann: Zunächst wird für den Rehasport eine ärztliche Verordnung benötigt. Mit dieser kann jeder dann gerne nach Absprache bei der Rehasportberatung vorbeikommen. Diese findet immer montags um 17:00-19:00 Uhr und donnerstags um 14:00-14:50 Uhr in der Geschäftsstelle statt. Bei dieser persönlichen Beratung gucken wir uns die Defizite und Bedürfnisse eines jeden einzelnen an und vermitteln in die richtigen Rehasport- und Funktionstrainingsgruppen.

Zu Jahresbeginn wollen viele Menschen etwas für Ihre Gesundheit oder Fitness machen, wo finde ich bei TKH das passende Angebot?

Svenja Schneider: In unserer persönlichen Sportberatung im Sportcentrum in der Maschstraße oder im TKH Studio beraten wir gerne über unsere Angebote von Aerobic über Crosstraining bis hin zu Yoga und Gesundheitssport. Dabei suchen wir gemeinsam geeignete Angebote und Gruppen aus unserem vielfältigen Sportangebot heraus und können direkt entsprechende Probetrainings vereinbaren.

Jetzt haben wir bereits viel über den Erwachsenen- und besonders den Rehasport gesprochen, Sie sind aber ein wahres Multitalent, Frau Schneider. Was macht in Ihren Augen den Kindersport aus?

Svenja Schneider: In meinen Augen ist dort besonders die Kindersportschule, genannt KiSS, hervorzuheben. Dort haben wir verschiedene Kurse, die nach dem Alter getrennt sind, angefangen bei 3 Jahren. Dabei wollen wir den Kindern zunächst den Spaß am Sport und an der Bewegung vermitteln. Über die Freude an der körperlichen Betätigung und Erfolgserlebnisse beim Sporttreiben wird die Persönlichkeit gestärkt und entwickelt. Auch der Umgang untereinander und ein Wertegefühl werden dabei gestärkt und vermittelt.

Was brauchen die Menschen nach zwei Jahren Coronas am Meisten?

Annika Kathmann: Viele sind froh, dass es endlich wieder vor Ort los geht und möglich ist, gemeinsam Sport zu treiben. Einige sagen auch, dass sie genau diese Gemeinschaft und die Leute direkt um sich herum brauchen, um sich besser motivieren zu können. Andere wiederum möchten aus unterschiedlichen Gründen nicht vor Ort teilnehmen und setzen eher auf digitale Angebote. Daher bieten wir verschiedene Teilnahmemöglichkeiten an. Sowohl die Teilnahme in Präsenz, als auch online und hybrid sind möglich. Bei den Angeboten in Präsenz oder auch hybrid achten wir auch besonders auf die Einhaltung der Hygieneregeln und prüfen zudem entsprechende 2G-Nachweise.

Svenja, welches ist Ihr liebstes Sportangebot?

Svenja Schneider: (lacht) Da muss ich überlegen, nehme ich etwas besonders Anstrengendes oder eher etwas Entspanntes? Ich denke, es ist Fit & Vital. Meiner Meinung nach, ein perfekter Ausgleich zum Berufsalltag, besonders bei sehr einseitigen oder eintönigen Belastungen. Inhalte sind unteranderem viel Mobilisieren, leichtes Kräftigen und Dehnen, um die Beweglichkeit und Funktionalität zu erhalten oder aufzubauen.

Annika, was macht Ihrer Meinung nach den Unterschied zwischen einem Sportverein, speziell dem TKH, und einem kommerziellen Sportanbieter wie einem Fitnessstudio?

Annika Kathmann: Trotz der Größe des Vereins ist es alles sehr familiär bei uns. Wir haben ein großes Gemeinschaftsgefühl, was sich besonders zu Zeiten von Corona gezeigt hat und auch immer noch zeigt. Die Mitglieder verspüren eine enorme Zugehörigkeit und wir agieren auf sehr persönlicher Ebene. Das finde ich sehr angenehm und motiviert mich jeden Tag wieder aufs Neue.

 

Vielen Dank für das Gespräch!